Mai 2019: Kosten fürs Telefonieren ins EU-Ausland sinken deutlich

Im Mai 2019 sinken die Gebühren für Telefonate und SMS aus Deutschland ins EU-Ausland deutlich.

Zwar sind die Roaminggebühren fürs Telefonieren, SMS schreiben und das mobile Surfen im EU-Ausland bereits seit Juni 2017 Geschichte, doch für Gespräche aus den Heimatnetzen ins Ausland verlangen Mobilfunkanbieter immer noch satte Aufschläge. Und die können richtig teuer werden.

 

NEU ab Mai 2019: So viel kostet Telefonieren ins EU-Ausland

EU deckelt die Kosten für Auslandstelefonate per Festnetz und Handy. Die Gebühren für ein Telefonat innerhalb der EU sinken ab dem 15. Mai 2019 deutlich: Dann dürfen Telefonate aus Deutschland ins EU-Ausland nicht mehr als 19 Cent pro Minute, SMS höchstens sechs Cent kosten.

 

Für welche Länder gilt die EU-Roaming-Verordnung aus dem Jahr 2017?

Die Verordnung gilt für die 28 EU-Mitgliedstaaten: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Schweden, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Zypern sowie die sogenannten EWR-Staaten Liechtenstein, Norwegen und Island.

In Island, Liechtenstein, Norwegen sind die neuen Regeln erst kurz nach dem 15. Juni 2017 in Kraft getreten. Im Falle des Austritts eines Landes aus der EU, wie möglicherweise Großbritannien, wird das jeweilige Land vermutlich der Weltzone 3 zugeordnet.

 

Dennoch gibt es nach wie vor einige versteckte Roaming-Fallen, auf die Mobilfunkkunden achten sollten.

Achtung beim Roaming in Nicht-EU-Ländern

Es gibt Regionen innerhalb Europas, in denen die EU-Roaming-Verordnung nicht gilt. Dazu zählen etwa die Schweiz (kein EU-Land), die britischen Kanalinseln, die Isle of Man und Andorra. Hier können je nach Anbieter beim Roaming weiterhin hohe Kosten anfallen.

Daher gilt: Unbedingt die SMS des Providers mit den jeweiligen Auslandstarifen lesen, sobald man in ein Nicht-EU-Land fährt.

Vorsicht beim Telefonieren während Kreuzfahrten

Besondere Vorsicht gilt auch auf Schiffen und bereits in der Nähe von diesen – etwa in Häfen. Denn auf Kreuzfahrtschiffen und Hochseefähren gibt es Mobilfunkverbindungen via Satellit. Wer hier im Bordnetz telefoniert oder surft, riskiert enorme Kosten. Auf hoher See gilt die Roaming-Verordnung der EU nicht.

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